Diese Black Week haben nicht die lautesten Rabatt-Schreier gewonnen – sondern drei Marken, die fast das Gegenteil getan haben.

Warum haben ausgerechnet Hagebau Markt, HORNBACH und HEMA das Panel dominiert – während viele andere mit ähnlichen Rabatten untergingen?


🔍 Insight 1 – Hagebau Markt: Verfügbarkeit schlägt Versprechen

Während viele Marken einfach noch ein Prozent auf den Rabatt draufgelegt haben, hat Hagebau Markt etwas anderes verkauft: Sicherheit. Regionale Black-Week-Cluster, Prospekt + Newsletter + Social und ein klarer BOSCH-Anker signalisieren: „Das gibt es wirklich hier, jetzt, in deiner Nähe.“ Dieses Verfügbarkeits-Gefühl senkt Entscheidungsrisiko und hebt den Warenkorb – vor allem bei Werkzeug- und Haushaltskäufen.


🛠 Insight 2 – HORNBACH: Probleme lösen statt Produkte listen

HORNBACH hat die Woche nicht über „-XX % auf alles“ gewonnen, sondern über konkrete Probleme: Lärm, Licht, Wohnklima. Akustikpaneele, Makeover-Ideen, Handwerker-Service – alles verpackt in How-tos und Raum-Usecases. Das zieht Pull-Traffic in die Suche, legitimiert höherwertige Sets und öffnet die Tür für Zubehör- und Service-Umsatz, wo andere nur Einzelartikel verschleudern.


🎭 Insight 3 – HEMA: Humor als präziser Performance-Hebel

HEMA zeigt auf TikTok, dass Humor kein „Nice to have“ ist, sondern ein messbarer Akquise-Faktor. Preiswitz zur Wassermelone, Adventskalender, nijntje-Momente: kurze, alltagsnahe Clips, klare Preise, sofort verständlicher Nutzen. So konvertierst du junge, preissensible Käufer:innen in saisonalen Kategorien, während klassische Retail-Creatives in der Ad-Fatigue verschwinden.


Trend dieser Woche – Verfügbarkeit + Nutzwert + Short-Form-Humor

Omnichannel-Player, die Verfügbarkeit + Nutzwert + Short-Form-Humor kombinieren, gewinnen gegen reine Rabatt-Logik. Nicht die lauteste Kampagne setzt sich durch, sondern die, die konkrete Unsicherheit beim Kauf löst: „Ist das Produkt da? Passt es zu meinem Alltag? Fühlt sich der Kauf gut an?“


Was du daraus mitnehmen kannst

  • 1. Spiele Verfügbarkeit offensiv aus. Kommuniziere Lagerbestände, „heute mitnehmen“ und Click-&-Collect so klar wie den Rabatt. Vor allem bei hochpreisigen Anschaffungen nimmt das Druck aus der Entscheidung.
  • 2. Denke in Problemen, nicht in Produktlisten. Baue Kampagnen um konkrete Alltagsprobleme (Lärm, Chaos, kalte Räume), nicht um Sortimentsbreite. Ein klar gelöstes Problem schlägt zehn generische Angebotskacheln.
  • 3. Nutze Short-Form als Utility- und Humor-Layer. 30–60-Sekunden-Formate, die entweder lachen lassen (Preiswitz) oder sofort helfen (Mini-How-to), arbeiten als günstiger Akquise-Layer über deinem Performance-Setup.
  • 4. Verknüpfe Content mit Handel – nicht nur mit Reichweite. Jede Inspiration braucht die direkte Brücke in Warenkörbe: Bundles, Services, Zubehör. HORNBACH macht es mit Paneel + Licht + Handwerker-Service vor.
  • 5. Segmentiere nach Mindset, nicht nur nach Demografie. Schnäppchenjäger, Home-Comfort-Familien, Maker-Community – alle waren diese Woche aktiv, aber sie reagieren auf völlig unterschiedliche Hooks. Deine CRM-/Journeys sollten das widerspiegeln.

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